Lampenfieber und was Du dagegen tun kannst

Ist es möglich Lampenfieber und Nervosität ja möglicherweise Auftrittsangst zu überwinden? Woher kommt Lampenfieber überhaupt und wie kann ich damit umgehen, wenn es leistungseinschränkend ist? Damit beschäftige ich mich mit diesem Artikel. Viel Spaß beim Lesen.

„Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache:
Es funktioniert vom Augenblick der Geburt an – bis zu dem Moment,
wo man aufsteht, um eine Rede zu halten.“
Mark Twain, amerik. Autor

Mark Twain, der amerikanische Autor hat es mit diesem Zitat schon ganz schön auf den Punkt gebracht. Die Fragen, die sich für mich daraus ableiten sind: „Was kann der Grund dafür sein? Warum verspüren wir diese innere Aufregung, das Lampenfieber, die Nervosität und werden möglicherweise sogar mit Ängsten und Selbstzweifeln in unserer Persönlichkeit blockiert? Wieso reagieren wir in dieser Art und Weise, sobald es darum geht vor Menschen zu sprechen, zu präsentieren und in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken? Kann ich daran was ändern?“

Wieso macht sich dieses Gefühl von Lampenfieber in uns breit?

Mit  meinen heutigen Wissen ist meine Antwort darauf die: „Wenn wir vor einem Publikum stehen wirkt das wie ein Vergrößerungsglas auf uns. Alle Augen sind auf uns gerichtet. Dabei gibt es die vielfältigsten Auftrittsmomente, wie z. B. auf der Bühne, vor Kameras, Mikrofonen, bei Präsentationen vor Kunden, Mitarbeitern, Kollegen, beim Probespiel, einer Prüfung, einem Vorstellungsgespräch, einem Akquisegespräch. Ja sogar ein Rendezvous kann wie eine Bühne wirken. Immer dann, wenn wir mit mindestens einer anderen Person in Kontakt treten und gut sein wollen, dazugehören und angenommen werden wollen, spricht man von einer Auftrittssituation. Wenn jetzt auch noch zum Beispiel der Chef oder Sponsoren anwesend sind verstärkt sich der innere Leistungsdruck auf einen.“

Sicherlich kennst Du genug dieser Situationen. Wenn Du darüber nachdenkst so ist es doch nur legitim, dass wir uns nicht blamieren möchten, dass wir auf keinen Fall einen Black Out haben wollen, dass wir keine Fehler machen möchten oder gar unsicher und aufgeregt wirken. Nein, ganz im Gegenteil! Wir möchten gut gefunden werden, unsere Kompetenz zeigen können, sicher, gelassen, authentisch und sympathisch wirken und anerkannt werden.

Lampenfieber und Auftrittsängste sind ein Tabuthema

Keiner gibt es gerne zu und doch kennen wir die Bewunderung anderer, mit dem inneren Dialog der sich auftut: „Wow, so sicher und sympathisch möchte ich auch gerne sein. Wieso kann ich das nicht? Wieso nur bin ich immer so unter Stress wenn ich sprechen soll? Oh je, schon der Gedanke daran lässt die Nervosität in mir aufsteigen.“ Kennst Du das? Wenn Du jetzt nickst so darfst Du darauf vertrauen, dass es extrem vielen so geht. Doch wer gibt schon gerne zu, dass auftreten bei einem Stress verursacht?

Lampenfieber und Auftrittsängste sind völlig normale Phänomene. Positives Lampenfieber ist leistungssteigernd, störendes Lampenfieber sowie Auftrittsängste sind leistungsmindernd.

Erklärung aus evolutionsbiologischer Sicht

Aus evolutionsbiologischer Sicht ist es eine natürliche Reaktion auf Stress in Form von körperlicher und geistiger Anspannung. Diese Anspannung hatte ursprünglich den Sinn darin gehabt,  in einer gefährlichen Situation beim Überleben zu helfen und den Organismus auf Flucht oder Kampf vorzubereiten. In unserem Stammhirn sind diese Überlebensinstinkte nach wie vor aktiv und wir reagieren mit Herzklopfen, Erröten, Zittern, Muskelanspannung.

Erklärung aus entwicklungspsychologischer Sicht

Aus entwicklungspsychologischer Sicht fungiert das Lampenfieber auch auf Basis der persönlichen Biografie, den eigenen Selbstzweifeln, den inneren Glaubenssätzen und der Ausprägung unseres Selbstwertgefühls heraus. Je nachdem, wie wir über uns und unsere Fähigkeiten denken so beeinflussen, begrenzen oder erweitern wir uns in unserem Handeln. Sicher Auftreten beginnt also damit, sein Denken, Fühlen und Handeln besser kennen zu lernen und zu erkunden. Zu analysieren, welche neurobiologischen, psychologischen und auftrittsrelevanten Hintergründe bei mir persönlich zu Lampenfieber oder Auftrittsangst führen. Eins ist in jedem Fall sicher – es ist nicht notwendig sich immer und immer wieder zu überwinden und schlechte Auftrittserfahrungen zu sammeln, nur weil wir doch mal gelernt haben, dass je öfter man sich überwindet, es umso einfacher werden wird.

Lampenfieber wird weniger, je öfter wir auftreten. Ein Weisheit, die wir von anderen lernen. Stimmt das?

Nach meinem Verständnis ist diese Aussage falsch, da ich aus neurobiologischer Sicht mit der Sammlung vieler schlechter Erlebnisse nur das Gefühl der Angst und der Vermeidung stärke anstatt den Spaß und das Gefühl den Auftritt genießen zu können. Du alleine entscheidest, wie Du Dich mit Deinem Lampenfieber auseinandersetzt. Die Beschäftigung damit hilft Dir vor allem, Dich selbst besser verstehen zu lernen und schwächendes Lampenfieber in förderndes zu transformieren. Mit dem Ziel, Dein persönliches Bestleistungsniveau erreichen zu können. Überzeugend, charismatisch und echt zu wirken und erfolgreich, gelass und souverän Deine Auftritte zu meistern, so dass diese Spaß machen.

Auftritt als Chance, als Geschenk erleben

Wieso also nicht den nächsten Auftritt als Chance, als Herausforderung, als Geschenk erleben? Es gibt nachweislich Menschen, die das können bzw. die das gelernt haben. Wenn es diese Menschen geschafft haben dann besteht die realistische Chance, dass auch Du es schaffen wirst. 🙂

  • Beginn damit, Dein Selbstwertgefühl zu steigern. Dieses stellt das Immunsystem Deines Bewusstseins dar und dient dem Schutz vor realen oder befürchteten Angriffen. Verfügst Du über ein starkes Selbstwertgefühl, wird Dich so schnell nichts aus der Bahn werfen.
  • Erlerne eine effiziente Stressregulationstechnik, wie z. B. EMDR, PEP, …… um in herausfordernden Situationen mit einer schnellen Selbstberuhigung reagieren zu können. Damit kannst Du Deinen Stresslevel signifikant nach unten regulieren.
  • Achte auf Deinen Aufmerksamkeitsfokus. Wo befindest Du Dich? Bist Du ganz bei Dir und dem was Du tust? Schweifen Deine Gedanken ab oder befindest Du Dich komplett im Hier und Jetzt? Reflektiere Dich selbst und schule Dich darauf, Deine volle Aufmerksam auf das zu lenken, was Du gerade tust und womit Du überzeugen und begeistern möchtest.

Wenn Du diese drei Punkte versuchst zu beherzigen, wirst Du ganz schnell erkennen, dass sich Deine Auftrittskompetenz verbessert und Du Dich auf Auftritte freuen kannst, ja diese sogar genießen wirst.

Ich wünsche Dir viel Spaß dabei, in Deiner Persönlichkeit zu wachsen und geniale Auftritte zu leben.

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