ACHTSAMKEIT hilft Dir sicherer AUFZUTRETEN

„Beim Auftritt ist es wie mit einem guten Buch, das Du liest. Du solltest das Ende nicht vorwegnehmen, sondern den Weg dorthin genießen.“

Janina, eine junge Projektleiterin die in einem mittelständischen Betrieb arbeitet, soll in Kürze die derzeitigen Ergebnisse Ihres Projektes, zum Relaunch eines neuen Produktes, vor den Abteilungsleitern und ihrem Chef präsentieren. Wenn Sie daran denkt, wie die Präsentation wohl verlaufen sein wird, ob Sie den roten Faden halten konnte und ob sie alles verständlich und nachvollziehbar präsentieren konnte, zittern ihr förmlich die Knie……

Oft ist es so, dass wir uns unter Druck setzen, weil wir schon vor unserem Auftritt daran denken, ob wir am Ende erfolgreich waren und ob es den anderen gefallen hat. Wenn Du überzeugend auftreten willst, solltest Du damit beginnen, einen anderen Fokus zu entwickeln.

In der Vorbereitungsphase

Wenn Du Deine Präsentation ausarbeitest, beschäftige Dich mit folgenden Fragen:

  • Was ist mein Ziel, dass ich mit meiner Präsentation erreichen möchte?
  • Welche Teilnehmer sind anwesend und was könnten deren Erwartung an die Inhalte meiner Präsentation sein?
  • Wie soll sich der zeitliche Rahmen gestalten?
  • Was brauche ich an Medien, wie z. B. Laptop, Flipchart, Beamer?
  • Welche organisatorischen Bedingungen gibt es zu beachten, wie z. B. Raum, Getränke,?


Während der Präsentation

Hier kommen wir an einen ganz wichtigen Punkt, was Dich und Deinen Aufmerksamkeitsfokus betrifft. Meistens zeigen sich Unbehagen und ungute Gefühle, wenn Du vor Deinem Auftritt oder währenddessen innerlich schon auf das Ende ausgerichtet bist. Da nimmst Du was vorweg, was jetzt im Moment noch gar nicht relevant ist. Deshalb….

….schaue auf den Prozess, nicht auf das Ziel!

Das Ziel, das Du erreichen möchtest, hast Du in der Vorbereitung definiert. Mach Dir jetzt keine Gedanken darüber, ob die „Zuhörer“ das gut finden könnten. Da bist Du gedanklich bereits in der Zukunft, die kannst Du noch nicht beeinflussen. Konzentriere Dich auf das, was Du jetzt tust und versuche gedanklich in der Gegenwart zu bleiben.

Denke vor Deinem Auftritt an etwas Schönes, was Dich unterstützen wird und fokussiere Dich während Deiner Präsentation auf das Hier & Jetzt. Vergangenes ist vorbei und die Zukunft noch nicht da. Gestaltend aktiv kannst Du nur im Jetzt sein!

Bleib mit Deinen Gedanken voll und ganz auf das gerichtet, was Du jetzt gerade machst. Ob Du redest, eine Diskussion führst, formulierst, argumentierst, präsentierst. Wenn Du das machst, hast Du kaum Gehirnkapazitäten frei um andere, störenden Gedanken aufkommen zu lassen. Also, voll und ganz auf den Prozess, auf die Tätigkeit konzentrieren, das ist das positive Wirkprinzip. Probier’s aus.

In der Nachbereitungsphase

Kannst Du Dich erstmal an Deiner gut gelaufenen Präsentation erfreuen und dieses stärkende Gefühl verankern, Feedback einholen, möglicherweise To Do’s organisieren, terminieren, usw.

Wenn Du damit beginnst, Deine getane Arbeit im Nachgang zu reflektieren, dann schau nicht nur auf das was Du kritisierst, sondern achte auch darauf, was Du gut gemacht hast. Schau genau hin und überlege Dir konkret, was Du hättest besser machen wollen. Distanziere Dich von Verallgemeinerungen, die schaden nur Deinem Selbstwertgefühl und bringen Dich kein Stück weiter. Stell Deinen inneren Kritiker als guten Freund an Deine Seite und frag ihn, wie genau Du seine Aussagen verstehen sollst. Wo Dein Verbesserungspotenzial ist und auf was Du beim nächsten Mal achten möchtest. Vergiss dabei nicht, auch nachzufragen, was speziell denn gut war, wo Deine Stärken liegen und was Dir Spaß gemacht hat.

Feedback sollte immer wertschätzend und respektvoll ausfallen und das gilt auch, Dir selbst gegenüber!

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